behandlungsbedürftige Hauterkrankungen

Hautgesundheit

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Hinweise auf eine ernsthaftere Erkrankung sind Hautausschläge, die nässen, sich entzünden, jucken, geschwollen sind und sich weiter ausbreiten. Tritt außerdem Fieber auf oder kommt es zu anderen Beschwerden wie zum Beispiel Durchfall oder Gelenkschwellungen, so kann dies auf eine Kinderkrankheit, eine Infektion oder Entzündung hindeuten. Um keine therapeutisch notwendigen Maßnahmen zu versäumen, sollten Sie in diesen Fällen unbedingt eine medizinische Meinung einholen.

Neurodermitis:

Die Neurodermitis unterscheidet sich von den harmlosen, vorübergehenden Ekzemen im Säuglingsalter vor allem durch den starken Juckreiz. Sie beginnt meist ab dem 2. bis 3. Lebensmonat mit Ekzemen an den Wangen und an der Kopfhaut. Auch der Körper kann mitbetroffen sein, hier vor allem die Streckseiten der Arme und Beine sowie Hände und Fußrücken. Der Windelbereich ist typischerweise ausgespart. Ausführliche Informationen zu Neurodermitis finden Sie auf unserer Website: www.dha-neurodermitis.de

Nesselsucht und Kontaktekzem:

Starker Juckreiz gehört zu den typischen Krankheitszeichen für Nesselsucht und Kontaktekzeme. Charakteristisch für Nesselsucht sind erhabene Quaddeln, die von einem roten Hof umgeben sind. Sie können einzeln oder großflächig in landkartenähnlichen Gebilden auftreten. Auslöser von Nesselsucht können Allergien, Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel oder Arzneimittel, aber auch physikalische Faktoren wie Wärme, Kälte oder Druck, Autoimmunerkrankungen, hormonelle Störungen, Bakterien, Viren oder Parasiten sein. Das Krankheitsbild eines Kontaktekzems ist durch Pusteln und Bläschen gekennzeichnet, die zunächst an den Körperstellen auftreten, die mit dem auslösenden Allergen in Kontakt gekommen sind, später aber streuen können. Beide Erkrankungen sollten vom Arzt abge-klärt werden, um mögliche Auslöser der Ekzeme zu finden. Zudem kann der Arzt Cremes oder Lotionen gegen den heftigen Juckreiz verordnen.

Windeldermatitis und Windelsoor:

Ein wunder Po kann die Vorstufe zu einer Windeldermatitis sein, aus der sich ein Windelsoor entwickeln kann. Bedingt durch eine starke Hautreizung im Windelbereich kommt es bei vielen Säuglingen zu Hautrötungen mit kleinen, nässenden Bläschen in der Windelregion. Die Windeldermatitis lässt sich zumeist durch gründliche Reinigung und Pflege in den Griff bekommen. Einer ärztlichen Behandlung bedarf es, wenn es zu Knötchen oder Pusteln kommt, da hier möglicherweise eine zusätzliche Pilzinfektion, bezeichnet als Windelsoor, vorliegt.

Hautpilzeinfektionen:

Auch andere Hautpilze, können zu Infektionen führen. Diese zeigen sich zunächst meist als vereinzelter roter Fleck, werden dann größer und bilden einen weißen, schuppenden Rand. Typisch ist auch hier der starke Juckreiz. Pilzinfektionen müssen medizinisch behandelt werden, da sie sich ansonsten weiter ausbreiten.

Krätze:

Auslöser für die Krätze sind Milben, die in der äußersten Hautschicht ihre Eier abgelegt haben. Die Milbengänge sind häufig kaum erkennbar. Die Erkrankung ist nicht gefährlich, aber ansteckend und unangenehm. Der heftige Juckreiz kann zudem dazu führen, dass die befallene Haut aufgekratzt wird und sich entzündet. Umfangreiche Informationen zu Krätze (Skabies) finden Sie u. a. auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/kraetze-skabies/

Pflegeempfehlungen für Babyhaut

  • Beobachten Sie die Hautveränderungen. Auch bei allergischen Reaktionen, Hautinfektionen oder vielen Kinderkrankheiten (z. B. Masern, Windpocken, Scharlach, Röteln) treten Hautausschläge auf – und diese bedürfen auf jeden Fall einer medizinischen Behandlung.
  • Wenn die Hautveränderungen mit Juckreiz verbunden sind, wird Ihr Kind immer wieder versuchen sich zu kratzen, eher quengelig sein, schlecht schlafen und häufiger schreien. Juckende Ekzeme können Anzeichen für eine Hauterkrankung sein, die der Behandlung bedürfen. Gehen Sie deshalb zum Kinderarzt. Er kann ggf. auch ein juckreizlinderndes Mittel empfehlen.
  • Treten zusätzlich zu den Hautveränderungen Fieber oder geschwollene Lymphknoten auf, muss die Ursache hierfür unbedingt abgeklärt werden. Suchen Sie in diesem Fall den Kinderarzt auf.
  • Generell gilt: Wenn Sie unsicher sind, ob die Hautveränderungen Ihres Kindes harmlos und eine vorübergehende Erscheinung sind oder der Behandlung bedürfen, sprechen Sie Ihre Hebamme oder den Kinderarzt darauf an.

Aktuelle Pressemeldung

So wird das tägliche Eincremen nicht zur Nervenprobe

Neurodermitis bei Kindern

Bonn, 25.05.20 Tägliches Eincremen von Kopf bis Fuß mit einer rückfettenden Pflege ist die Basis jeder Neurodermitistherapie. Das erfordert eine gute Portion Disziplin und ist vor allem für kleine Patienten und ihre Familien eine Herausforderung. Wenn Arbeit, Homeschooling und angespannte Nerven hinzukommen, ist Stress geradezu vorprogrammiert. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe hat ein paar Tipps, damit es mit dem Eincremen besser klappt.

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