Haut und Hautpflege

Hautgesundheit

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Die Haut ist eines unserer größten und wichtigsten Organe. Als schützende Hülle umgibt sie unseren Körper und bildet die Kontaktfläche zu unserer Umwelt. Gesunde Haut ist eine wirkungsvolle Barriere, die Fremdstoffe wie zum Beispiel krankheitserregende Bakterien, Viren oder Pilze, chemische Substanzen und Allergene daran hindert, in den Körper einzudringen. Außerdem schützt sie vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Hitze und Verletzungen und verhindert einen Feuchtigkeitsverlust von innen und damit die Austrocknung unseres Körpers. Die Haut ist aber auch ein wichtiges Sinnesorgan, über das wir Berührungen, Kälte, Wärme, Druck und auch Schmerzen wahrnehmen. Die komplexe Struktur der Haut macht es möglich, dass sie so unterschiedliche Aufgaben und Funktionen erfüllen kann.

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Eine Hautcreme soll Feuchtigkeit und Fett spenden und damit die Barrierefunktion der Haut unterstützen. Dafür braucht sie zwei wesentliche Bestandteile: Wasser und Fett. Vervollständigt wird die Rezeptur durch spezielle Wirkstoffe und verschiedene Hilfsmittel, die dem Produkt seine charakteristischen Eigenschaften verleihen. Doch zunächst kommt es auf die Grundlage an. Das Mischungsverhältnis von Wasser und Öl sowie die Art des Fettstoffes bestimmen die Konsistenz und bereits einige wesentliche Merkmale des Pflegemittels.

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Jedes Waschen und Reinigen der Haut entzieht ihr Fett und Feuchthaltefaktoren. Gesunde Haut, die keinem übermäßigen Wasserkontakt ausgesetzt ist, kann diesen Verlust ausgleichen.

Üblicherweise kommen bei der Reinigung jedoch nicht nur Wasser, sondern auch Reinigungsmittel zum Einsatz. Die in diesen Mitteln enthaltenen waschaktiven Substanzen (Tenside) sorgen dafür, dass sich Fett- und Schmutzpartikel, die am Körper haften, besser in Wasser lösen können. Gleichzeitig entfetten sie aber auch die Haut. Deshalb sollte man zu hautschonenden Pflegeprodukten greifen, die die Haut nicht zu stark belasten.

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Peeling (von englisch "to peel", zu Deutsch: schälen) nennt sich heute ein altbewährtes Verfahren zur Verbesserung des Hautbildes. Es wurde bereits im alten Ägypten zur intensiven Hautpflege angewandt. Alte Rezepturen verraten, dass man dafür fein geriebenes Zyperngras, Nilsand, Alabaster und verschiedene Salze in Verbindung mit Ölen verwendet oder auch zu Handschuhen aus Ziegenhaaren gegriffen hat. Der gewünschte Effekt: Die oberste Hautschicht wird von abgestorbenen Hautschüppchen befreit und die Hautstruktur geglättet.

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Normalerweise spüren Sie es sehr deutlich, wenn Ihre Haut trocken und empfindlich ist. Die Hautoberfläche fühlt sich rau an und beginnt schnell zu schuppen. Außerdem verliert sie an Elastizität und es zeigen sich verstärkt feine Linien und Fältchen. Häufig tritt ein Spannungsgefühl auf. Stark trockene Haut ist leicht gerötet, rissig und juckt. Sie reagiert offensichtlich gereizt auf viele äußere Einflüsse und neigt zu Entzündungen.

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Bei vorgeschädigter oder kranker Haut ist die richtige Pflege besonders wichtig. Es gilt zum einen, die Regenerationsfähigkeit der Haut zu erhöhen und ihre natürlichen Schutzmechanismen zu stärken, zum anderen sollte die Haut mit nichts in Berührung kommen, was sie zusätzlich reizen oder Krankheitsschübe auslösen könnte.

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Wunderbar weich, zart und glatt – das fällt vielen spontan zu Babyhaut ein. Erst später kommt den meisten in den Sinn, dass Babyhaut auch ganz besonders empfindlich ist. Denn weil die Haut in den ersten Lebensmonaten noch nicht vollständig ausgereift ist, kann sie ihre Barrierefunktion nicht umfassend erfüllen. Daher benötigt Babyhaut eine besondere Pflege und Schutz.

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Jedes Waschen der Haut, selbst wenn nur klares Wasser verwendet wird, entzieht der Haut Fett und Feuchtigkeit. Daher lautet die Devise: schonend, sanft, aber gründlich sollte die Hautreinigung sein. Abgesehen von der Windelregion, die ganz besonderen Belastungen ausgesetzt ist, genügt für alle anderen Hautpartien in der Regel klares Wasser, bei Bedarf mit einem kleinen Schuss rückfettendem Waschgel. Solange die Nabelschnur noch nicht abgefallen ist, waschen Sie Ihr Kind mit einem weichen, feuchten Waschlappen. Verwenden Sie aus hygienischen Gründen jedes Mal einen frischen Waschlappen. Sobald sich der Nabelschnurrest gelöst hat, dürfen die Kleinen auch zwei- bis dreimal wöchentlich gebadet werden.

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Eine besondere Aufmerksamkeit gilt der Pflege und Reinigung der Windelregion. Die Haut dort hat viel auszuhalten. Unter dem Windelpaket können sich Wärme und Feuchtigkeit stauen, worunter die ohnehin noch instabile Hautbarriere zusätzlich leidet. Aggressive Substanzen aus Urin und Stuhl sowie Bakterien haben so leichtes Spiel und können Rötungen und Entzündungen hervorrufen. Hinzu kommt, dass Enzyme aus dem Urin Harnstoff zu Ammoniak abbauen. Dieser reizt nicht nur die Haut, sondern erhöht auch den pH-Wert des hauteigenen Säureschutzmantels. Da dadurch die antimikrobielle Wirkung des Säureschutzmantels sinkt, können schädliche Keime wie z. B. Hefepilze schlechter abgewehrt werden. Das Risiko, dass sich die Haut entzündet und sich eine Windeldermatitis entwickelt, steigt.

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Die Haut des Neugeborenen muss sich langsam an die Umwelt gewöhnen. Hautveränderungen in den ersten Lebensmonaten sind daher nichts Ungewöhnliches und zumeist kein Anlass zur Sorge. Bei vielen Babys zeigen sich in den ersten Lebensmonaten kleine Pickel, Ausschläge, Rötungen oder auch bräunliche Flecken auf der Haut. Ein großer Teil dieser Hauterscheinungen ist auf Entwicklungs- und Umstellungsprozesse des kindlichen Organismus zurückzuführen. Sie verschwinden auch ohne eine besondere Behandlung nach wenigen Wochen. Dennoch sollten Sie die Hautveränderungen beobachten und wenn Sie unsicher sind, Ihre Hebamme, Ihren Kinderarzt oder einen Hautarzt um Rat fragen. Denn verständlicherweise können Laien mitunter nur schwer einschätzen, was dahintersteckt, wenn die Haut des Kindes auffallende Pigmentierungen, Pusteln oder Schuppen zeigt.

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Hinweise auf eine ernsthaftere Erkrankung sind Hautausschläge, die nässen, sich entzünden, jucken, geschwollen sind und sich weiter ausbreiten. Tritt außerdem Fieber auf oder kommt es zu anderen Beschwerden wie zum Beispiel Durchfall oder Gelenkschwellungen, so kann dies auf eine Kinderkrankheit, eine Infektion oder Entzündung hindeuten. Um keine therapeutisch notwendigen Maßnahmen zu versäumen, sollten Sie in diesen Fällen unbedingt eine medizinische Meinung einholen.

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Aktuelle Pressemeldung

So wird das tägliche Eincremen nicht zur Nervenprobe

Neurodermitis bei Kindern

Bonn, 25.05.20 Tägliches Eincremen von Kopf bis Fuß mit einer rückfettenden Pflege ist die Basis jeder Neurodermitistherapie. Das erfordert eine gute Portion Disziplin und ist vor allem für kleine Patienten und ihre Familien eine Herausforderung. Wenn Arbeit, Homeschooling und angespannte Nerven hinzukommen, ist Stress geradezu vorprogrammiert. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe hat ein paar Tipps, damit es mit dem Eincremen besser klappt.

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