Mehr zum Thema in unserer Broschüre

Die zarte Babyhaut ist noch sehr empfindlich. Sie neigt zur Trockenheit und ist anfälliger gegenüber äußeren Reizen. Deshalb benötigt Babyhaut besonderen Schutz und eine sanfte und intensive Pflege.


Broschüre bestellen

Der kostenlose Ratgeber kann auch postalisch bei der DHA, Heilsbachstr. 32 in 53123 Bonn angefordert werden.

Babyhautpflege

Hautveränderungen und -probleme bei Neugeborenen

Rötungen, unregelmäßige Hautflecken, Pickelchen und erweiterte Blutgefäße treten häufiger in den ersten Lebensmonaten auf. Die Hauterscheinung sollten beobachtet und dem Kinderarzt oder der Hebamme gezeigt werden.

In den ersten Lebensmonaten zeigen sich auf der zarten Babyhaut mitunter einzelne kleine Pickel, Rötungen oder auch bräunliche Flecke. Ein großer Teil dieser Hauterscheinungen ist auf Entwicklungs- und Umstellungsprozesse des kindlichen Organismus zurückzuführen und verschwindet in der Regel nach wenigen Wochen wieder, ohne dass eine besondere Behandlung notwendig wird.

  Neugeborenenexanthem / Säuglingsakne

Relativ häufig tritt ein Neugeborenenexanthem oder eine Säuglingsakne auf. Auslöser des Exanthems, das sich als unregelmäßige, rote Flecken zeigt, ist vermutlich eine überschießende Reaktion des Immunsystems, das in den ersten Lebenstagen besonders stark gefordert ist.

Akne wird durch eine gesteigerte Produktion von Talgdrüsensekreten verursacht. Dies führt zu den typischen kleinen, roten Pusteln mit gelblichen Knötchen. Auf keinen Fall dürfen diese Pickelchen ausgedrückt werden. Sie bilden sich normalerweise nach zwei bis drei Monaten von selbst zurück. Bei stark ausgeprägter und hartnäckiger Akne wird der Kinderarzt eine angemessene Therapie einleiten.

  Milien

Milien sind kleine, gelblich-weiße Pünktchen, die meist rund um Nase und Augen zu finden sind, aber auch am Gaumen oder der Zahnleiste auftreten. Diese mit Hornmaterial gefüllten Zysten verschwinden, ähnlich wie die Säuglingsakne, in den ersten Lebenswochen wieder.

  Storchenbiss

Storchenbisse sind harmlos und kommen bei etwa 60 bis 70 Prozent aller Neugeborenen vor. Die Hautrötung verstärkt sich bei Anstrengungen und beim Schreien.

Mit dem fantasievollen Namen „Storchenbiss“ werden helle, rote Flecken, die zumeist an der Stirn zwischen den Augen, an der Nasenwurzel sowie in der Nackenmitte auftreten, bezeichnet. Die Hautrötung wird durch vermehrte und erweiterte kleine Äderchen hervorgerufen. Bei starker Durchblutung der Hautgefäße, zum Beispiel bei Anstrengung oder beim Schreien, wird die Farbe deutlich intensiver. Storchenbisse sind völlig harmlos und verschwinden meist im Laufe des ersten Lebensjahres.

  Blutschwämmchen

Ein Blutschwämmchen, medizinisch: Hämangiom, ist ein deutlich erhabener, roter bis tiefroter, knötchenartiger Hautfleck. Es handelt sich dabei um eine gutartige Wucherung der Blutgefäße, die an jeder Körperstelle und auch an inneren Organen, in den meisten Fällen aber im Kopf- und Halsbereich auftreten kann. Ein Hämangiom kommt bei etwa zwei bis drei Prozent der Neugeborenen vor und ist bei der Geburt zumeist sehr klein. In den ersten Lebensmonaten kann es jedoch stark an Größe zunehmen, bevor es sich im Kindesalter meist vollständig wieder zurückbildet.

  Mongolenfleck

Dunkle, bläuliche bis blau-schwarze Hautverfärbungen, die meist am Rücken oder Gesäß sichtbar werden, sind auf eine Ansammlung von Pigmentzellen zurückzuführen. Sie sind ebenfalls völlig harmlos und verblassen oder verschwinden in den ersten Lebensjahren, spätestens bis zur Pubertät. Da diese dunklen Flecken bei über 90 Prozent der Kinder mongolischer Abstammung auftreten, tragen sie den Namen „Mongolenflecken“.

  Milchschorf

Meist um den zweiten oder dritten Lebensmonat kann sich am Oberkopf, mitunter auch auf den Wangen, eine nässende, schuppende und gerötete Hautentzündung entwickeln. Da der Hautausschlag ein wenig an verkrustete, angebrannte Milch erinnert, trägt er den Namen Milchschorf. Wodurch diese Entzündung verursacht wird, ist noch nicht ganz geklärt, doch handelt es sich vermutlich um eine erblich bedingte, überschießende Reaktion des Immunsystems. Um die Krusten und Schuppen von der Haut zu lösen, sollten Sie die betroffenen Stellen mit Babyöl und milden Babyshampoos pflegen. Auf diese Weise verschwindet das Ekzem bei rund 50 Prozent der Kinder innerhalb weniger Monate vollständig. In den anderen Fällen kann Milchschorf ein erstes Anzeichen für Neurodermitis sein.

Unsere Empfehlung bei Hautveränderungen und -problemen:

  • Beobachten Sie die Hautveränderungen. Auch bei allergischen Reaktionen, Hautinfektionen oder vielen Kinderkrankheiten treten Hautausschläge auf – und diese bedürfen auf jeden Fall einer medizinischen Behandlung.
  • Sollten Sie unsicher sein, ob die Hautveränderungen Ihres Kindes harmlos und eine vorübergehende Erscheinung sind, sprechen Sie Ihre Hebamme oder den Kinderarzt darauf an.
  • Treten zusätzlich zu den Hautveränderungen Fieber oder geschwollene Lymphknoten auf, muss die Ursache hierfür abgeklärt werden. Suchen Sie in diesem Fall den Kinderarzt auf.

Stark trockene Haut und Neurodermitis